Im Schulbereich

Aufnahme von Freiwilligen in einer Schule

Während eines Schuljahres haben Sie die Möglichkeit, eine Freiwillige oder einen Freiwilligen aufzunehmen und so gemeinsam die Sprache und Kultur des Nachbarlandes bekannter zu machen sowie allgemein die Mobilität von jungen Menschen in Europa zu fördern.

Ziele des Programms

Für die Schulen sowie für die Freiwilligen besteht ein besonders hoher Mehrwert des Programms in der interkulturellen Komponente:

  • Bekanntmachung der Kultur und der Sprache des Partnerlandes
  • Förderung der Mobilität in Europa
  • Beitrag zur interkulturellen Ausrichtung der Schule
  • Weiterentwicklung der internationalen Öffnung der Einrichtung
  • Unterstützung der außerschulischen Aktivitäten der Einrichtung, auch solche, die einen direkten Zusammenhang mit der Vermittlung der Sprache des Partnerlandes haben

Welche Einrichtungen können Freiwillige aufnehmen?

  • Kindergärten
  • Grundschulen
  • Gesamt- und Realschulen, Gymnasien
  • Allgemeinbildende und technische Oberschulen
  • Fachoberschulen
  • Berufsschulen
  • Ausbildungszentren

Welche Aufgabengebiete

Die Aufgabenbereiche können je nach Schule sehr unterschiedlich ausfallen, einige Beispiele hierfür:

  • Teilnahme und Bereicherung des Unterrichts (im Bereich der Sprachen, aber auch in anderen Fächern)
  • Initiierung und Betreuung von Stammtischen und Workshops (Kochkurse, Theater, Gesang, Spiele…)
  • Mitwirkung bei der Erstellung einer Schulzeitung, eines Schulrradios, etc.
  • Mithilfe bei der Praktikumssuche im Ausland
  • Unterstützung der Schulkinder beim Verfassen von Bewerbungen für die Praktikumssuche im Ausland
  • Mithilfe bei der Organisation von Schulaustauschprogrammen und kulturellen Ausflügen

Die Freiwilligen dürfen auf keinen Fall anstelle des Lehrpersonals eingesetzt werden oder eine Arbeitskraft ersetzen. Sie dürfen auch nicht die Rolle einer Sprachassistenz übernehmen.

Profil der Freiwilligen

  • Die Freiwilligen sind zwischen 18 und 25 Jahren alt und haben ihren Hauptwohnsitz in Frankreich
  • Im Schulbereich wird auf Sprachkenntnisse besonderen Wert gelegt: um die Aufnahme und Integration der Freiwilligen zu ermöglichen, wird ein Niveau von A2/B1 des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen verlangt
  • Der Freiwilligendienst ist unabhängig vom Bildungsabschluss allen Jugendlichen zugänglich

Rahmenbedingungen

Rahmenbedingungen

  • Die Dauer des Deutsch-Französischen Freiwilligendienstes im Schulbereich umfasst 10 Monate von September bis Juni
  • Die Schule ist die Einsatzstelle, das DFJW ist die Entsendeorganisation
  • Die Freiwilligen haben ein Anrecht auf 2 Urlaubstage pro abgeleisteten Monat. Diese sollten sie prioritär während der Schulferien nehmen
  • Die Freiwillige sind durch das DFJW versichert (Krankenversicherung, Unfallversicherung für berufliche und private Tätigkeiten, Berufs- und Privathaftpflichtversicherung, Rückführungsversicherung), die Einsatzstellen müssen sich nicht um versicherungstechnische Fragen kümmern
  • Die Freiwilligen haben ein Anrecht auf 25 Ausbildungstage, die auf vier Seminare während des Freiwilligendienstes verteilt sind

Kostenübernahme

  • Der rechtliche Rahmen des Freiwilligendienstes ist der internationale Jugendfreiwilligendienst (IJFD) sowie der französische Service Civique
  • Die französischen Freiwilligen erhalten eine monatliche Aufwandsentschädigung von der Agence du Service Civique (513,31€)
  • Die Einsatzstellen müssen der Freiwilligen eine monatliche Zusatzleistung von mindestens 107,58€ als Geld- oder Sachleistung zur Verfügung stellen. Dies kann beispielsweise die kostenlose Unterbringung der Freiwilligen sein, vergünstigter oder kostenloser Zugang zur Kantine, eine Monatskarte… Die Einsatzstellen können natürlich auch eine höhere Zusatzleistung erbringen
  • Die Kosten für die pädagogischen Begleitseminare werden vom DFJW, mit der Unterstützung der Agence du Service Civique, übernommen (Fahrtkosten, Aufenthaltskosten, Honorare des Betreuungsteams)

Anerkennung des Freiwilligendienstes

  • Am Ende des Freiwilligendienstes erhalten die Freiwilligen eine Bestätigung von der Agence du Service Civique und eine weitere vom DFJW
  • Den Einsatzstellen wird nahegelegt, ebenfalls eine Bescheinigung auszustellen, in der die während des Freiwilligendienstes ausgeführten Tätigkeiten noch präziser aufgeführt werden

Programmablauf

Etappen der Aufnahme

  1. Die Ausschreibung für die Aufnahme von Freiwilligen ab September des Folgejahres wird ab Januar über die Austauschreferenten der Bundesländer verteilt. Die Bewerbungen können bis zum Frühling auf der Onlineplattform TCC Volontariat eingereicht werden: http://tcc.volontariat.ofaj.org/
  2. Die Auswahl der Bewerberbungen erfolgt durch eine Jury, die aus Beauftragten der Ministerien für Jugend- und Bildungsarbeit, der Partnerorganisationen des DFJW und derjenigen Einrichtungen, die bereits Freiwillige aufgenommen haben, sowie aus ehemaligen Freiwilligen, Betreuungspersonen und DFJW-Beschäftigten zusammensetzt ist
  3. Das DFJW teilt den ausgewählten Einrichtungen entsprechend den Bewerberprofilen Freiwilligen zu
  4. Administrative Schritte zwischen dem DFJW und den Freiwilligen
  5. Die Einsatzstellen erhalten eine dreiteilige Vermittlungsvereinbarung, die sowohl von der Einsatzstellen als auch vom DFJW sowie den Freiwilligen unterzeichnet werden muss und die Rahmenbedingungen des Freiwilligendienstes festlegt; jede Partei erhält ein Exemplar
  6. Die Freiwilligen kommen im Anschluss an das Anfang September stattfindende Einführungsseminar in ihrer Einsatzstelle an
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